Stricken lernen - aller Anfang ist gar nicht so schwer!

Etwas selbst zu machen ist ja momentan wieder richtig im Trend und so lässt es so manchen darüber grübeln, was genau man sich zum neuen Do-it-yourself-Projekt macht. Nähen, Sticken, Häkeln - wie wäre es mit Stricken? Denn auch das ist inzwischen weit weg von der typischen Vorstellung, dass das sowieso nur noch die älteren Generationen richtig können. Was sich jedoch nicht verändert hat, ist die Tatsache, dass Stricken entspannt und sogar nachweislich eine meditative Wirkung hat. Und das sogar mit Belohnung, denn am Ende hält man ein fertiges, selbstgemachtes Utensil in den Händen, welches sich verschenken, selbst anziehen oder dekorativ in der Wohnung platzieren lässt. Eine tolle Freizeitbeschäftigung also, die auch Du wirklich lernen kannst.


Ganz einfach Stricken lernen


Stricken lernen - vom Vorhaben zur Strickidee


Du möchtest dein Projekt angehen, hast aber keine Ahnung was du überhaupt stricken sollst? Dann lass dich von den tausenden Strickideen und Strickanleitungen im Netz einfach inspirieren, denn hier ist wirklich alles vertreten. Wie wäre es mit einem schicken Pullover im Stil der Norweger? Oder wie wäre es mit ein paar süßen Ringelsocken, einem Schal für den nächsten Winter oder mit einem Blumentopfüberzug? Kleiner Tipp: Nimm dir nichts allzu schwieriges vor, die meisten Anleitungen sind in Anfänger - Fortgeschritten - Profi aufgeteilt. Beginne mit etwas Leichtem und steigere den Schwierigkeitsgrad mit jedem Teil. Der Grund: Zunächst musst du verschiedene Techniken kennenlernen und die Anleitungen aus dem Netz verstehen und umsetzen können. Selbst das braucht eine gewisse Übung, um später Muster und Ähnliches kreieren zu können.


Strickmode und Vorteile


Stricken und die daraus entstehende “Mode”, hat wesentliche Vorteile zu verzeichnen. Zum einen besteht Strick aus ineinander verschlungenen Maschen. Das hat den Effekt, dass das spätere Kleidungsstück extrem dehnbar ist. Soll das Strickprojekt beispielsweise ein einfacher Pullover werden, so kann man sich in Sachen Größe nicht unbedingt vertun. Denn nichts ist ärgerlicher, als wenn das mühsam gestrickte Teil später nicht passt. Strickkleidung passt sich der Körperform an, weshalb sehr gerne Socken oder Pullis für den Winter gestrickt werden. Für den Abschluss empfehlen sich stets Bündchen, welche abwechselnd mit rechten und linken Maschen gestrickt werden.


Welche Wolle soll ich zum Stricken verwenden?


Das fertige Strickstück kann je nach Material verschiedene Eigenschaften haben. Deshalb sollte man sich vorher überlegen, was denn das gute Stück später “können” muss. Bei Schafswolle handelt es sich beispielsweise um ein sehr warm haltendes Material, welches perfekt für kalte Monate geeignet ist. Es ist schmutzabweisend und neutralisiert Schweißgerüche. Nachteilig sei jedoch zu nennen, dass Schafswolle womöglich etwas kratzig sein kann. Ganz im Gegenteil zum Baumwollgarn, welches sehr weich ist und viel Wasser aufnehmen kann. Nach dem Waschen trocknet dieses Material allerdings sehr langsam.


Wer sich nicht entscheiden kann, der kann auch auf Fasergemische zurückgreifen. So sind aktuell Mischungen aus Baumwolle und Leinen beliebt. Beim Kauf ist aber darauf zu achten, dass die empfohlene Nadelstärke der eigenen Stricknadel kompatibel mit dem Garn ist. Und dann? Dann kann es auch schon losgehen mit dem ersten Strickstück.


Süßes Stirnband einfach nachgestrickt


Damit es für Anfänger wirklich einfach ist, schlagen wir dir ein einfaches Stirnband mit einfachem Muster vor, für das du nicht viel Zeit und auch nicht viel Technik benötigst. Zum “reinkommen” und ausprobieren ist das aber ideal, denn du brauchst nicht mehr als rechte Maschen zu stricken - probier es einfach aus:


Kopfumfang und Höhe nehmen


Damit das Stirnband später auch wirklich getragen werden kann, solltest du den Kopfumfang ausmessen und dir eine angenehme Stirnbandhöhe ausdenken. Für Letzteres empfehlen wir eine Höhe von etwa 9 Zentimeter.


Schritt Nummer 1 - Maschen für das Stirnband stricken


Schlage etwa 50 Maschen an und stricke folglich 16 Reihen nach rechts. Zwei nach rechts gestrickte Reihen ergeben im Endeffekt eine Rippe. Acht Rippen bedeuten schließlich 16 Reihen. Im Anschluss alle Maschen rechts abketten und den Faden etwa 20-25 Zentimeter lang abschneiden. Den Faden zum Schluss durch die Masche ziehen.


Schritt Nummer 2 - Zusammennähen


Die kurzen Enden des Stirnbandes werden aneinandergelegt und im Anschluss verbunden. Dies kann man per Zick-Zack-Stich tun, also einfach immer die Knötchen und Stege gegenüber verknüpfen.


Der obere Teil soll nun bis zur Hälfte des Stirnbandes auf der vorderen Seite eingeklappt und mit etwa fünf Stichen angenäht werden. Dasselbe passiert mit dem unteren Teil auf der Rückseite.


50 Zentimeter von den genutzten Fäden abwickeln und mit der Wollnadel durch die Mitte des Stirnbandes stechen. Nun etwa fünf Mal um die schmale Stelle wickeln und die alles miteinander vernähen und verknoten.


Tipps für´s Stirnband


Vor dem Stricken sollte eine Maschenprobe genommen und die Größe umgerechnet werden. Das Material für dein Stirnband kann beispielsweise aus reiner Schurwolle bestehen. Hierfür eignen sich dann Stricknadeln mit der Nadelstärke 10, außerdem benötigst du eine Vernähnadel.


Noch mehr Lust auf Stricken?


Wir wussten es, jetzt hat dich die Lust auf Mehr gepackt und du würdest am liebsten gleich deine eigene Strick-Modekollektion entwerfen? Dann möchten wir dich nicht daran hindern. Als nächstes könntest du dich an eine passende Mütze oder ein paar Handschuhe machen. Vielleicht soll es aber auch ein ausgefallener Pullover mit Perl- oder Zopfmuster werden? Bleib kreativ, denn langweilig wird es dir mit diesem Hobby garantiert nicht. Lerne Umschläge zu stricken, Noppenmuster und Farbwechsel zu kreieren oder coole Patchworkdecken zu stricken.


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